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Erfahrungskino

Ich verstehe Dokumentarfilm nicht nur als Beobachtung 
oder als Bericht über die Wirklichkeit.
Mich interessiert die Erfahrung, die hinter den Bildern steckt.
Ich nenne meinen Ansatz Erfahrungskino.

Ich beobachte Menschen, Orte und alltägliche Situationen 
und suche nach ihren eigenen Rhythmen: 
Wiederholungen, Bewegungen, Geräuschen, Pausen, 
Arbeit, Müdigkeit, kleinen Veränderungen 
und zufälligen Momenten.

Dabei muss nicht immer etwas Großes passieren. 
Oft entsteht Bedeutung gerade dort, 
wo das Leben unscheinbar wird...
Ich möchte nicht jede Situation erklären und nicht jede Beobachtung 
in eine fertige Aussage verwandeln. 
Stattdessen versuche ich einfach, einen Raum zu schaffen, 
in dem der Zuschauer etwas selbst erfahren kann.

Für mich kann ein Film deshalb langsam sein, 
still, komisch, unbeholfen oder offen. Und ehrlich.
Er soll nicht nur zeigen, was passiert ist, sondern eine Spur davon bewahren, 
wie es sich angefühlt hat, dort gewesen zu sein...

Alex Gorst
Geboren 1978. Um 17:05
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Es begann damals mit einem Fernstudium.
Ich wollte unbedingt Drehbücher schreiben. Drehbücher für Spielfilme. 
Aber... ich wusste damals nicht, dass meine Stärke vielmehr in der "Zustand-Doku" liegen...
Aber der Kurs zum Drehbuchautor hat mir trotzdem wichtige und interessante Einblicke in das Thema Drehbuchschreiben & Kino gewährt. 
Ich sage dazu: Keine Erfahrung ist nutzlos... 
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